Berlin übernimmt Verantwortung für seine koloniale Vergangenheit

Mit diesem Antrag der Koalitionsfraktionen fordern wir den Senat auf, ein gesamtstädtisches Aufarbeitungs- und Erinnerungskonzept zu entwickeln, das Berlins Rolle und historischer Verantwortung als ehemaliger Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs im Zeitalter des deutschen und europäischen Kolonialismus und Imperialismus gerecht wird.

Das Ziel eines solchen Konzepts soll zum einen sein, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des mit Berlin verbundenen Kolonialismus zu intensivieren, das Thema in Wissenschaft und Bildung zu verankern, zur Versöhnung beizutragen und würdige Formen des Erinnerns zu entwickeln.

Zum anderen sollen in dem Konzept auch die Spuren und Nachwirkungen berücksichtigt werden, welche die koloniale Vergangenheit in Berlin und in den ehemaligen deutschen Kolonien bis in die Gegenwart hinterlassen hat.

In der Presse löste unser Antrag eine weitergehende Debatte und Berichterstattung aus, so wie hier in der Taz oder hier im Tagesspiegel.

Der Antrag befindet sich in der parlamentarischen Beratung, deren Historie ihr hier nachverfolgen könnt.

Update: Der Antrag wurde am 15. August angenommen. Mittlerweile liegen der erste und der zweite Zwischenbericht vor.