Humboldt Forum eröffnet mit kulturpolitischer Ignoranz

Am Mittwoch Abend öffnete das Humboldt Forum seine Tore mit einer digitalen Online-Veranstaltung. Antworten auf die Kritik am Konzept und am Umgang mit Raubkunst gab es keine.

Seit langem setzt sich Daniel für die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte und die Restitution von Kulturgütern ein, insbesondere auch solcher, die sich im Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) befinden.

Auch im Humboldt Forum werden solche Exponate ausgestellt. Die massive Kritik an der Ausstellung kolonialer Raubkunst perlte auch jetzt zur Eröffnung leider wieder an den Organisator*innen ab.

Warum der Dialog über die Rückgabe geraubter Kunst immer wieder abgewiegelt wird, anstatt mit den Kritiker*innen in einen angemessenen Austausch zu gehen und den anfragenden Rechtsnachfolger*innen der beraubten Länder ihr Eigentum zurück zu geben, bleibt so nicht nachvollziehbar.

Nicht nur Daniel findet dieses Gebaren völlig inakzeptabel und erklärte gegenüber der taz:

„Allein die Vorstellung, in der heutigen Zeit koloniale Raubkunst wie die Benin-Bronzen hinter der Fassade eines rekonstruierten Hohenzollern-Schlosses präsentieren zu können, lässt sich nur mit kuratorischer Naivität, kulturpolitischer Ignoranz oder einem Geschichtsbild von vorgestern erklären“.

Den vollständigen Artikel könnt ihr hier nachlesen.